Mandalay – letzter Tag in Myanmar

Unser letzter Stop in Mandalay war kurz aber sehr erlebnisreich. Da wir als letzte in unserem Hotel abgesetzt werden genießen wir ersteinmal die Stadtrundfahrt. Nachdem wir unser Gepäck abgelegt haben laufen wir zum Zegyo Markt. Wir lieben es einfach durch das Gewusel zu laufen und die die Atmosphäre des geschäftigen Treibens eines lokalen Marktes zu beobachten. Heute haben wir aber noch eine kleine andere Mission zu erfüllen – Betelnuss probieren! Es ist schließlich der letzte Tag und die letzte Chance – so schließt sich der Bogen mit unserer Neugier am ersten Tag in Myanmar. Es gibt den Betelsnack ja verfeinert in vielen Geschmacksrichtungen und wir wussten einfach nicht welche wir bestellen sollen. Simon steuert aber intuitiv den richtigen Stand an und der Verkäufer bietet uns an frische Kokosnuss rein zu schneiden – ok das hört sich gut an!

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Schmeckt es denn auch?

Wir würden definitiv einen Schokoriegel bevorzugen soviel steht fest. Es ist ein bisschen bitter/herb, die Betelnussstückchen holzig das Blatt natürlich faserig. Erstmal regt es aber extrem den Speichelfluss an und so bleibt uns nichts anderes übrig als es wie die Burmesen schön auf die Straße zu spucken! 😂😂😂

 

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so einen wunderschönen burmesischen Spuckfleck bekommen wir allerdings nicht hin ^^

Simon kaut ein bisschen länger drauf rum als ich. Eine richtige „Wirkung“ können wir jedoch nicht feststellen. Vermutlich müsste man dazu den ganzen Tag Betelnuss kauen, aber dann würden unsere Zähne auch so schön rot und verstümmelt aussehen! 😜

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Anschließend lassen wir uns zum Mandalay Hill fahren…oder eher gesagt schmeißt der Tuk Tuk Fahrer uns am Fuße des Berges raus. Wir laufen die 1000 Stufen hoch, um noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang oben anzukommen. Der Weg hat sich aber allemal gelohnt und der Blick über Mandalay ist atemberaubend. Die Tempelanlage hat auch etwas magisches, denn Millionen kleine, bunte Mosaiksteinchen spiegeln die Abendsonne.

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Dieser Ort ist so friedlich und entspannt, sodass wir ewig hier sitzen bleiben. Ein Highlight ist definitiv auch die Unterhaltung mit einem jungen Mönch, da sie sonst eher scheu und zurückhaltend sind. Im Dunkeln laufen wir die ganzen Stufen barfuß wieder runter, da unten unsere Schuhe auf uns warten. Wir sind hungrig und wollen nochmal Shan Noodles essen gehen. Mehrfach wurde und das Restaurant MinglarBar empfohlen doch hier gibt es keine Shan Noodles. Wir entschließen also wieder zu gehen und versuchen in ein Shan Noodles Restaurant zu fahren. Endlich finden wir einen Tuk Tuk Fahrer der uns versteht und empfiehlt uns die besten Noodles auf einem Nachtmarkt zu probieren. Und das war die beste Entscheidung! Für 50 Cent pro Nase löffeln wir unser Abendessen auf kleinen roten Plastikstühlen an einem Tisch mit Lokals. Anschließend laufen wir noch über den kleinen Nachtmarkt und finden eine ganz frisch geöffnete Jackfruit für Simon und Mangosten für mich.

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Unser letzter Abend in Myanmar geht also zu Ende und ein bisschen traurig sind wir schon. Die Vielfältigkeit des Landes und vorallem die Burmesen haben uns fasziniert. Die Herzlichkeit gegenüber uns Fremden haben wir bisher noch an keinem Ort in dem Ausmaß erlebt. Wir sind glücklich und dankbar Myanmar zum Teil noch ganz ursprünglich erleben zu dürfen und es steht fest, dass wir irgendwann nochmal hierher reisen werden!

Bagan – Nordmyanmar

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Wir sind so glücklich nach unserem ungeplant langen Aufenthalt in Ngapali noch Bagan mit Priorität auf unserer Route eingeplant zu haben. Dieser Ort ist definitiv einer unserer Hightlights auf der bisherigen Reise. Rund 2000 große und kleine historische Pagoden gibt es in diesem Ort zu erkunden. Es macht unheimlich viel Spaß mit dem elektrischen Roller über die Pisten zu fahren, auch wenn es erstmal ungewohnt lautlos ist. Obwohl der Ort touristisch voll erschlossen ist und ein paar Verkäufer am ein oder anderen Tempel auf Touristen lauern, hat Bagan seinen Charme noch nicht verloren. Das Gelände ist riesig und oft ist man ganz alleine in einer Pagode.

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Schnell könnte man auf diesen kleinen Sandwegen die Orientierung verlieren oder sich mit dem E-Roller ablegen – doch hier funktioniert „Team Ulsi“ mal wieder richtig gut! Es ist sehr staubig und eine gute Idee Mundschutz zu tragen. Mittags knallt die Sonne und wir suchen uns gestern ein schattiges Plätzchen in einem indischen Restaurant. Da waren die Augen mal wieder größer als der Magen, aber bei richtig authentischem Indischen Naan, Shahi/Aloo Matar Paneer Curry sind wir im siebten Himmel.

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Natürlich sind die großen Pagoden richtig imposant, dennoch haben wir uns in die kleinen, einsamen und alten Gemäuer verliebt. Hier gibt es unheimlich viele kleine Details zu entdecken und kann die magische Atmosphäre genießen. Auf manche Pagoden kann man hinauf. Entweder es führt ein kleiner, enger und dunkler Treppenaufgang im inneren versteckt hinauf oder wenige Pagoden lassen sich mit etwas Geschick von außen erklimmen. Die meisten Pagoden sind jedoch vermutlich einsturzgefährdet oder werden restauriert, sodass man abwägen sollte ob man sein Glück beim Besteigen herausfordern möchte.

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Wir haben gefühlte 1000 Bilder und Videos gemacht und es fällt uns schwer zu  priorisieren und auszusortieren. Simon arbeitet an einem letzten Myanmar Video, denn wir haben unter anderem auch tolle Drohnenaufnahmen und Timelapse!!! Bitte seid ein wenig geduldig mit uns, denn wir haben die letzten Nächte wegen langen Busfahrten und Sonnenaufgänge schauen kaum mehr als 5 Stunden Schlaf die Nacht bekommen. Heute nach einem schnellen Frühstück nach dem Sonnenaufgang hat uns bereits der Bus nach Mandalay eingesammelt. Es bleibt uns also nicht mal mehr ein halber Tag Mandalay zu erkunden, bevor wir morgen nach Hanoi fliegen. Wir freuen uns aber schon sehr!!!

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letzte Busetappe nach Mandalay / 170 km in 6 Std

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Vorfreude auf Vietnam (lokaler Markt in Nyaung U)

Wir haben es geschafft! Zwei lange, beschwerliche Tage Busfahrt mit einer kurzen Übernachtung in Pyay. Am Spätnachmittag sind wir heute endlich in Bagan angekommen.

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Etappe 1 / Ngapali – Pyay / 250km in 11 Stunden 

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Etappe 2 / Pyay – Bagan / 350km in 9 Stunden

Wir hatten uns ans Ausschlafen gewöhnt und zwei mal hintereinander um 6 Uhr früh aufstehen war echt eine Qual. Die 250km Busfahrt über die Berge ging gestern vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang über holprige teils asphaltierte Bergstraßen. Man glaubt es kaum das dort oben in den Bergen Menschen unter wahnsinnig schlechten Bedingungen leben. Kinder betteln an der Straße, eine Frau nur im Longyi bekleidet schöpft Wasser aus einer rostigen Tonne zum Waschen gleich am Wegesrand, mit einfachsten Mitteln wird Bambus abgeholzt und verarbeitet sowie Schlaglöcher geflickt…Bilder oder Worte können die Eindrücke gar nicht wiedergegeben. Ein LKW schafft es den Berg nicht hoch und bleibt liegen, wir können nach zweitem Anlauf zum Glück passieren und sind froh Abend ins Bett zu fallen.

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Heute hatten wir einen größeren Bus erwartet, doch nur ein klappriger Minivan ohne Kopflehnen gabelt uns frühmorgens am Busbahnhof auf. Das einzig Gute daran ist, dass wir heute also wieder ohne Klima sondern mit offenem Fenster unterwegs sind. Wir tragen Mundschutz wegen den staubigen Straßen und der Müllverbrennung am Wegesrand. Unser Sammeltaxi hält auf 350km ständig um Leute ein und aussteigen zu lassen und fast überfahren wir ein Rind auf dem Weg von Städtchen zu Städtchen. Lokales Gebäck und Knabberzeug wird geschickt auf großen Schalen auf dem Kopf der Dorffrauen balanciert und man versucht die Fahrgäste zu verführen. 😜

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Pünktlich zu unserem letzten Strandtag in Myanmar ist unser Drohnenvideo fertig geschnitten. Hier ein kleiner Zusammenschnitt Myanmar’s Traumstrände 💗

Kennt ihr dieses Gefühl, dass einen beschleicht, wenn man seinen letzten Urlaubstag im Paradies verbringt bevor es Heim geht? Lustigerweise ging es uns genauso heute! 😂

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Wir haben den Tag also unter unserer Lieblingsschattenpalme verbracht und die beste Riesenpapaya der Welt ausgelöffelt.

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Schöne Bilder mit der Palme aber zeigt eigentlich auch mal jemand Bilder, wie man man elegant dort rauf und wieder runter kommt? Die Burmesischen Kinder klettern auf jeden Fall wie kleine Äffchen flink die Palmen hoch und springen runter…wir haben da andere Techniken entwickelt uns zum Affen zu machen! 😜

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Nachdem wir den letzten schönen Sonnenuntergang am Strand für die nächste Zeit genossen haben, packen wir unsere Rucksäcke und gehen das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant Mr June. Den Chefkoch „Win“ und seine liebevoll gezauberten Gerichte werden wir neben dem Traumstrand auf jeden Fall sehr vermissen!!! Wenn ihr mal in Ngapali seid bitte unbedingt hier essen gehen und unserem lieben Freund Grüße bestellen…

Auch „Kröti“ lässt sich am letzten Abend nochmal blicken. Die kleine Kröte scheint in unserem Bungalow zu wohnen und die ersten Tage haben wir sie jeden Abend rausgeschmissen, weil wir Angst hatten nachts im Dunkeln auf sie zu treten. Wie auch immer war sie jeden Abend wieder drinnen, aber die letzten Tage hatten wir sie schon vermisst.

Wir haben einen lustigen letzten Abend von Claudia und Udo in Ngapali. Da kein Taxi kommt schnappen wir uns doch zwei klapprige Räder und fahren keuchend zu unserer Verabredung bis an den großen Strand. Heute Abend soll es ganzen gegrillten Fisch geben, aber irgendwie sehen die Augen der Fische in dem gemütlichen Restaurant leider gar nicht frisch aus. Ein Blick in die Fischtruhen in der Küche und uns vergeht der Appetit. Kurzerhand gehen wir also (rückwärts) wieder und was nun? Da wir nur 2 Räder haben, müssen die Männer zum anderen Restaurant bei uns am Strand trampel und wir versuchen es uns auf dem Gepäckträger gemütlich zu machen. Die Einheimischen finden das ziemlich lustig, zumal es Räder hier gratis gibt und ein Taxi one way 1 Eur für 2 Personen beträgt. Egal wir gackern und kichern und haben unseren Spaß. Nach „Augenprüfung“ kommt Udo doch noch zu seinem gegrillten Fisch und sieht doch auch nach dem Grillen noch appetitlich aus oder? 😂😂😂😂

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Auch Simon kommt mit Freibier auf seine Kosten und Ulrike entdeckt eine Drumstick Leave Suppe in der Karte. Gar nicht gewusst, dass man von Ulrikes Indischem Superfood-Lieblingsgemüse auch die Blätter verwendet. Fast eine ganze Schüssel Reis später sind wir froh hierhergekommen zu sein. Liebe Claudia und Udo, neue Blogleser, es war schön euch kennenzulernen und wir wünschen euch eine gute Heimreise!

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Wir fühlen uns schon etwas fitter und jeden Tag grüßt das Murmeltier! Ingwertee, Strand, Sonnenuntergangsbierchen, Abendessen bei Mr June, Suits im Bett und gute Nacht! 😂 Ein bisschen Alltag am Strand ist wirklich ganz schön, aber ab Sonntag sind wir wieder on the road…

 

Jeder Sonnenuntergang in Ngapali ist anders und ebenso waren es jeden Tag unsere Ideen zum weiteren Reiseverlauf. Natürlich wollen wir auch so wenig Geld wie möglich in den Sand setzen und der Flug Mandalay-Bangkok-Hanoi sowie das Deposit fürs Motorrad in Hanoi waren bereits gezahlt. Overstay ist zum Glück in Myanmar mit 3$ pro Tag kein Problem und so können wir unser Visum problemlos noch ein wenig überziehen. Wir sind grad immernoch in Ngapali zum auskurieren, aber Myanmar wollen wir nicht verlassen ohne Bagan erlebt zu haben und daher werden wir in zwei langen Busetappen gegen Ende der Woche weiter in den Norden nach Bagan fahren, eventuell bleibt auch noch ein Tag für Sightseeing in Mandalay. Unseren Flug nach Hanoi konnten wir für 200$ auf den 18.01. verschieben und das war günstiger als zB nur ein neuer Flug nach Bangkok. Ein paar Tage in Bangkok „Heimkommen“ wären auch wirklich schön gewesen, doch eigentlich wollen wir nicht schon wieder für längere Zeit nach Thailand und sind neugierig auf Vietnam. Der Motorradverleih hat unser Deposit zum Glück komplett zurückgezahlt, aber wir überlegen dennoch eine kürzere Etappe mit dem Motorrad einzubauen. So weit im Vorraus wollen wir diesmal jedoch keine festen Pläne machen – wollen es langsamer angehen lassen, weniger Orte ansteuern und dafür länger bleiben. Zu schnell verfällt man in Gedanken noch dies oder jenes schnell auf der Route einzubauen und am Ende ist man erschöpft und hat ja eh nur einen Bruchteil eines Landes und der Kultur gesehen. Typisch deutsche Denkweise oder Weltreisen-Anfängerfehler oder doch nur zu alt für den Scheiß oder von allem etwas?! 🙈🙈🙈

Zum Glück sind aus den Ausläufern des Sturms Pabuk, der in Südthailand gewütet hat, statt befürchtetem Unwetter nur kleine Schauer geworden. Wir hatten Bedenken, dass Starkregen die kleine Straße durch die Berge unpassierbar machen könnte und wollten das in unserer Homebase in Ngapali aussitzen. Mit einer ganzen Staffel Suits bewaffnet waren wir schon bestens vorbereitet, aber gestern und heute war nur der Strom mal kurz weg und der Regen schneller vorüber als du gucken kannst.

An welchem Tag wir in den Bus nach Bagan steigen, werden wir spontan je nach Gesundheitsverfassung entscheiden. Bei Ulrike hat sich eine Bronchitis entwickelt und Simon ist noch leicht erkältet. Einen vernünftigen Arzt zu finden haben wir hier in dem Nest erst gar nicht versucht und er hätte vermutlich eh nur Bettruhe aufgeschrieben. Wir verbringen also viel Zeit im Bett, am Strand und bei Mr June (unserem Lieblingsrestaurant). Mr June ist so ein Schatz und schon am ersten Tag bot er uns an Ingwertee zu machen, kostenlos, mittlerweile ist daraus Ingwer-Minztee geworden. Das ist wirklich lustig, denn wir reisen meist mit frischem Ingwer im Gepäck und kochen bei Bedarf selbst Tee, da es hier eigentlich nur Grün- oder gezuckerten Schwarztee gibt. In den Restaurants gibts meist eh nur Verständigungsprobleme mit dem Teewunsch und so kam schonmal kalter Ingwershake oder Gin-Tonic (Gingertea) an den Tisch. Mr June kann sensationell gut kochen und wir kommen in Genuss seiner Spezialkreationen nur für uns. Auf Vorbestellung gab’s gestern für Simon sogar ganze Hähnchenbrust und das ist hier, wo du sonst vom Huhn alles kleingehexelt bekommst, echt etwas besonderes. Hähnchenbrust gehörte in Deutschland oft zum Standard-Abendessen und hier kannst du sie vom „Standing“ her nem guten Rinderfilet gleichsetzten. Als wir im Restaurant ankamen hatte Mr June unseren Stammtisch bereits hergerichtet und die guten Stoffservietten rausgeholt. Liebe geht durch den Magen!

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Stammtisch Nr 7, Ingwertee und Simons Gourmet-Hähnchenbrust

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Amberjack-Filet auf Ratatouille, an Avocado- und Papayasalat ❤️

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liebevolle Dessertkreationen

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Ausnahmslos jedes Restaurant in Ngapali hat frischen Fisch und Seafood auf der Karte. Kein Wunder, denn jeden Tag gibts Nachschub von den Fischern hier im Ort. Ein Schnappschuss von einer Verkäuferin, die den Fang des Tages in einer Schale auf dem Kopf balanciert und von Restaurant zu Restaurant läuft ist uns nicht gelungen. Fisch wird hier auf Planen auch oft im Wohngebiet der Fischer zwischen der Hauptstraße und Strand getrocknet (riecht nur nicht so toll!). Jeden Nachmittag verkaufen ein paar Fischerfrauen aber gleich neben der Straße Fisch und Gemüse aus dem eigenen Anbau. Es ist das Ereignis des Tages und Treffpunkt für die Einheimischen. Nachdem wir gesehen haben, dass hier Salat nicht Kopf sondern Blattweise verkauft wird, wissen wir das kostbare Blatt Dekosalat auf Teller zu schätzen! Wir kaufen natürlich auch hier ein – Babybananenstauden, Wassermelone und Papaya schmecken von hier besonderes süß.

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Sicher fragt ihr euch wie unser neues Jahr gestartet ist und bisher hatten wir noch keine Muse hier ein paar Zeilen zu schreiben. Daher gibt es heute eine Bilderserie….

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Während Simons Freibier-Serie sich im neuen Jahr fortsetzt startet Ulrike mit alkoholfreiem Ingwertee.

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Tja, mal hat man Glück mal hat man Pesch…so wie bei dieser Kokosnuss.

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Sehr dankbar waren wir für viele gute Gespräche und unsere ersten neue Freunde 2019! Gute Heimreise liebe Julia und Nicholas es war schön mit euch! ❤️

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Noch genießen wir die Ruhe vor dem „Sturm“ und verbringen Zeit am Strand und schauen Sonnenuntergänge. Zeit zum Auskurieren und für gutes Essen!

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Aber eine große Frage steht im Raum…wie soll wie Reise weitergehen?

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Aufgrund der hartnäckigen und wiederkehrenden Erkältungen durch die langen, überklimatisierten Busfahrten haben wir in unserer Wohlfühl-Unterkunft ein paar Tage in Ngapali verlängert. Nach Silvester ist es hier wieder richtig ruhig und gemütlich am Strand. Am 11. Januar haben wir einen Flug von Mandalay nach Hanoi gebucht und sind nun am überlegen diesen überhaupt anzutreten, denn für das Vorhaben dort sollte man eigentlich top fit sein. Das Kranksein macht uns so mal wieder einen Strich durch die Rechnung hinsichtlich der geplanten Route und nun bahnt sich noch ein Sturm an und vermutlich treffen uns Ausläufer Anfang nächster Woche. Wir stecken ein bisschen in der Pampa, 24 Stunden Busfahrt von Mandalay und 16 Stunden nach Yangon und die Klima im Bus mit Halsweh und Schnupfen ist extrem kontraproduktiv. Wir haben grad viele Fragezeichen bezüglich der weiteren Route und dem geplanten Vietnam Roadtrip. Eins steht jedoch fest: Wir lassen uns so schnell nicht unterkriegen und unsere Reise geht weiter. Wir müssen jedoch erneut etwas Geschwindigkeit aus dem aktuellen Reisetempo nehmen, um wieder richtig fit zu werden. Man glaubt es kaum, die Hast von einem schönen Ort der Welt zum nächsten ist richtig anstrengend und oft auch eine körperliche Herausforderung.

Ngapali Beach – Westmyanmar

Obwohl der Strand hier touristisch sehr erschlossen ist, gefällt es uns richtig gut. Wir wohnen am kleineren Strandabschnitt von Ngapali und hier sind zu Silvester viele Einheimische angereist. Gestern haben wir den Tag am Strand hauptsächlich unter Einheimischen verbracht und Freundschaft mit einem Pärchen aus Graz geschlossen. Mit schwarzen Schwimmreifen versuchen viele burmesische Nichtschwimmer im Meer zu planschen. Simon hatte daher mal wieder einen spontanen Ersthelfereinsatz, da die Freunde des jungen Mannes den Ernst der Lage nicht erkannten und den Ertrinkenden nur auslachten. Nachdem er Wasser spuckte war er erstmal außer Lebensgefahr und wir einfach nur geschockt was sich hier heute abspielte…

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Simon hat alles im Blick – neuer Job vielleicht?! ^^

Trotz der vielen Touristen ist es hier noch richtig günstig am Strand. Eine Stunde Massage kostet 5 EUR, eine frische Kokosnuss 50 Cent und jedes zweite Bier ist kostenlos! 😜 Simons Glückssträhne mit den Freibier geht weiter und bei dem landesweiten Gewinnen im Kronkorken des Myanmar Biers ist es seit Gwa schon der 4 Gewinn in Folge!

Ich beauftrage Simon auf meine Kokosnuss aufzupassen, da sich alle 2 Minuten eine neue Ameisenstraße zu ihr bildet. Als ich zurückkomme hat er eine Sicherungsanlage um meine Kokosnuss gebaut und ein kleines Stück Fruchtfleisch zur Ablenkung ausgelegt. Ich liebe seine Kreativität und ohne Ameisen schmeckt das Kokoswasser definitiv besser!

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Heute gibt’s zur Abwechslung mal Avocadosalat zu den gekochten Eiern zum Frühstück. Toast können wir echt nicht mehr sehen. In der Gegend hier oben in Myanmar gibt es definitiv weniger Obststände, aber Avocado scheint Saison zu haben und schmeckt auch als Salat mit Tomate und Erdnüssen lecker! Nach dem Frühstück schnappen wir uns zwei klapprige, rostige Fahrräder, die unser Guesthouse kostenlos zum Verleih anbietet und fahren zum großen Strand. Wir finden es richtig toll, dass hier alle am langen Strand mit alten Fahrrädern oder E-Rollern unterwegs sind. Leider hat Simon allerdings den Schlüssel von seinem Fahrradschloss irgendwo am Strand verloren. Daher versuchen wir am Abend erfolglos mit einem Stein das kleine Schloss kaputtzukriegen und bekommen dann Hilfe mit Hammer und Meißel von den Arbeitern nebenan. Mit dem „geklauten“ Rad fahren wir bei Sonnenuntergang heim und lachen darüber wie viele Stunden wir in unserem Leben bereits mit diversem „Schlüsselsuchen“ verbracht haben. 😂😂😂

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Am großen Strandabschnitt gibt es mehr Resorts und Liegen, doch es verteilt sich gut und ist trotzdem noch ruhig. Der Sand ist weiß und fein, das Wasser glasklar mit perfekter Temperatur und wir finden Schatten unter ein paar Palmen. Vielleicht bleiben wir doch ein paar Tage länger am Strand und sparen den Inle-See verbunden mit 2 weiteren Bustagen auf der weiteren Reise aus! Sogar die Strandverkäuferin ist uns sympathisch und zum ersten Mal kaufen wir etwas von den sonst so nervigen Gesellen…wer könnte bei so einem lieben Lächeln und einer Schale voll frischem Obst schon widerstehen?

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Happy New Year!!!

Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, Gesundheit, Glück, Liebe, Zeit für Entschleunigung und mehr Achtsamkeit! Wir wissen noch nicht genau, wo wir heute Abend feiern werden, vermutlich mischen wir uns bei einer Strandparty unter die Lokals. Das Wort krank wollen wir nicht mehr in den Mund nehmen – 2019 wird megagesund!!!

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