Jeder Sonnenuntergang in Ngapali ist anders und ebenso waren es jeden Tag unsere Ideen zum weiteren Reiseverlauf. Natürlich wollen wir auch so wenig Geld wie möglich in den Sand setzen und der Flug Mandalay-Bangkok-Hanoi sowie das Deposit fürs Motorrad in Hanoi waren bereits gezahlt. Overstay ist zum Glück in Myanmar mit 3$ pro Tag kein Problem und so können wir unser Visum problemlos noch ein wenig überziehen. Wir sind grad immernoch in Ngapali zum auskurieren, aber Myanmar wollen wir nicht verlassen ohne Bagan erlebt zu haben und daher werden wir in zwei langen Busetappen gegen Ende der Woche weiter in den Norden nach Bagan fahren, eventuell bleibt auch noch ein Tag für Sightseeing in Mandalay. Unseren Flug nach Hanoi konnten wir für 200$ auf den 18.01. verschieben und das war günstiger als zB nur ein neuer Flug nach Bangkok. Ein paar Tage in Bangkok „Heimkommen“ wären auch wirklich schön gewesen, doch eigentlich wollen wir nicht schon wieder für längere Zeit nach Thailand und sind neugierig auf Vietnam. Der Motorradverleih hat unser Deposit zum Glück komplett zurückgezahlt, aber wir überlegen dennoch eine kürzere Etappe mit dem Motorrad einzubauen. So weit im Vorraus wollen wir diesmal jedoch keine festen Pläne machen – wollen es langsamer angehen lassen, weniger Orte ansteuern und dafür länger bleiben. Zu schnell verfällt man in Gedanken noch dies oder jenes schnell auf der Route einzubauen und am Ende ist man erschöpft und hat ja eh nur einen Bruchteil eines Landes und der Kultur gesehen. Typisch deutsche Denkweise oder Weltreisen-Anfängerfehler oder doch nur zu alt für den Scheiß oder von allem etwas?! 🙈🙈🙈

Zum Glück sind aus den Ausläufern des Sturms Pabuk, der in Südthailand gewütet hat, statt befürchtetem Unwetter nur kleine Schauer geworden. Wir hatten Bedenken, dass Starkregen die kleine Straße durch die Berge unpassierbar machen könnte und wollten das in unserer Homebase in Ngapali aussitzen. Mit einer ganzen Staffel Suits bewaffnet waren wir schon bestens vorbereitet, aber gestern und heute war nur der Strom mal kurz weg und der Regen schneller vorüber als du gucken kannst.

An welchem Tag wir in den Bus nach Bagan steigen, werden wir spontan je nach Gesundheitsverfassung entscheiden. Bei Ulrike hat sich eine Bronchitis entwickelt und Simon ist noch leicht erkältet. Einen vernünftigen Arzt zu finden haben wir hier in dem Nest erst gar nicht versucht und er hätte vermutlich eh nur Bettruhe aufgeschrieben. Wir verbringen also viel Zeit im Bett, am Strand und bei Mr June (unserem Lieblingsrestaurant). Mr June ist so ein Schatz und schon am ersten Tag bot er uns an Ingwertee zu machen, kostenlos, mittlerweile ist daraus Ingwer-Minztee geworden. Das ist wirklich lustig, denn wir reisen meist mit frischem Ingwer im Gepäck und kochen bei Bedarf selbst Tee, da es hier eigentlich nur Grün- oder gezuckerten Schwarztee gibt. In den Restaurants gibts meist eh nur Verständigungsprobleme mit dem Teewunsch und so kam schonmal kalter Ingwershake oder Gin-Tonic (Gingertea) an den Tisch. Mr June kann sensationell gut kochen und wir kommen in Genuss seiner Spezialkreationen nur für uns. Auf Vorbestellung gab’s gestern für Simon sogar ganze Hähnchenbrust und das ist hier, wo du sonst vom Huhn alles kleingehexelt bekommst, echt etwas besonderes. Hähnchenbrust gehörte in Deutschland oft zum Standard-Abendessen und hier kannst du sie vom „Standing“ her nem guten Rinderfilet gleichsetzten. Als wir im Restaurant ankamen hatte Mr June unseren Stammtisch bereits hergerichtet und die guten Stoffservietten rausgeholt. Liebe geht durch den Magen!

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Stammtisch Nr 7, Ingwertee und Simons Gourmet-Hähnchenbrust

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Amberjack-Filet auf Ratatouille, an Avocado- und Papayasalat ❤️

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liebevolle Dessertkreationen

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Ausnahmslos jedes Restaurant in Ngapali hat frischen Fisch und Seafood auf der Karte. Kein Wunder, denn jeden Tag gibts Nachschub von den Fischern hier im Ort. Ein Schnappschuss von einer Verkäuferin, die den Fang des Tages in einer Schale auf dem Kopf balanciert und von Restaurant zu Restaurant läuft ist uns nicht gelungen. Fisch wird hier auf Planen auch oft im Wohngebiet der Fischer zwischen der Hauptstraße und Strand getrocknet (riecht nur nicht so toll!). Jeden Nachmittag verkaufen ein paar Fischerfrauen aber gleich neben der Straße Fisch und Gemüse aus dem eigenen Anbau. Es ist das Ereignis des Tages und Treffpunkt für die Einheimischen. Nachdem wir gesehen haben, dass hier Salat nicht Kopf sondern Blattweise verkauft wird, wissen wir das kostbare Blatt Dekosalat auf Teller zu schätzen! Wir kaufen natürlich auch hier ein – Babybananenstauden, Wassermelone und Papaya schmecken von hier besonderes süß.

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