100 Tage unterwegs!!!

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Anlässlich unseres kleinen Jubiläums möchten wir unser neustes Drohnenvideo vom Mergui-Archipel mit euch teilen (wie immer möglichst mit HD Qualität abspielen):

(Marcus and Pila? Island – Mergui-Archipel)

100 Tage…wir können es selbst noch gar nicht glauben…anderseits haben wir schon so viel erlebt und der Start unserer Reise liegt gedanklich bereits weit entfernt. Und falls ihr euch die Frage stellt: Ja wir lieben uns noch sehr und planen die nächsten 100 und alle folgenden Tage gemeinsam zu reisen! 😊😘 Man lernt sich nochmal ganz anders kennen, wenn man so lange 24/7 zusammen ist. Wir waren schon vorher ein super Team und auf unserer Reise wissen wir die Stärken des anderen noch besser zu schätzen und „Schwächen“ einzuordnen. Simon ist z.B. ein richtig guter Fahrer (trotzt des kleinen Rutschers, das waren doch eher äußere Einflüsse 😜) und Ulrike kann sich ziemlich gut orientieren – zusammen kommen wir also überall hin, können alles gemeinsam schaffen! Ulrike fährt und Simon navigiert würde zum Beispiel gar nicht funktionieren… (Mord und Totschlag – haben wir auch schon hinter uns)🙈

Wir freuen uns auf die Zeit, die noch vor uns liegt und versuchen jeden einzelnen Moment zu genießen und Erinnerungen fürs Leben zu sammeln. Wenn wir irgendwann mal alt und runzelig sind, wollen wir einen großen Sack voll schöner Erinnerungen für uns haben…

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100 Tage im Alltag sind am einhundertersten Tag wie vergessen. 100 Tage auf einer Reise brennen sich tief ins Gedächtnis ein und werden für immer gespeichert. Man lernt sehr viel über Menschen, über deren Leben, Kultur, Traditionen, Denkweisen und beginnt dies mit dem Leben in Deutschland zu vergleichen. „Uns“ geht es einerseits wirklich gut, vieles ist geregelt, keiner muss sterben weil er nichts zu Essen hat oder weil er sich die Behandlung einer Lungenentzündung nicht leisten kann…

Was jedoch hier sehr oft und deutlich zum Vorschein kommt ist die Freundlichkeit, Güte und Hilfsbereitschaft der Menschen. Nicht nur zu den „geldbringenden“ weißen Wanderern, auch untereinander wird sehr viel Respekt gezollt und ein freundschaftlicher Umgang gepflegt. Diese Werte gehören in Deutschland gefühlt immer mehr auf die Liste der bedrohten Arten. Klar gibt’s hier auch mal Arschlöcher und Abzocker, genauso wie es bei uns viele tolle und nette Menschen gibt.

Wie zuvor schon mal angerissen, die Zufriedenheit „trotz“ der vergleichbaren einfachsten Lebensverhältnisse. Ein junger Thai hat uns erzählt, dass sein großer Traum ist nach Europa zu reisen und sich die Architektur in Städten wie Rom und Madrid anzuschauen… aber er wird es sich wahrscheinlich nie leisten können. Von tollem Auto, Villa, Reichtum – keine Rede. Im nächsten Moment freut er sich dann das er eine schöne Arbeit hat, dort wo andere Urlaub machen und feiert sein „Easy Life“. Hier zählen eben noch andere Werte im Leben und das ist auch gut so. Leute die nichts haben, brauchen fast nichts um glücklich zu sein – Leute die alles haben brauchen immer mehr und sind’s irgendwie dennoch nicht. 

Das sind unsere persönlichen Eindrücke und Empfindungen bisher vom Leben in der Region, genügend Ausnahmen gibt’s ganz sicher auch und andere mögen das vielleicht ganz anders sehen – egal. Wir werden uns da auf jeden Fall ein paar Scheibchen von Mitnehmen – aber auch nicht alles! 😜

Ach und eins noch: Wenn ihr könnt und euch das Fieber packt, geht möglichst weit abseits der stark abgetrampelten Tourismaspfade…dort spielt sich das Leben der Bevölkerung am authentischsten ab und das Land- und Naturerlebnis ist um ein vielfaches höher als in den Touristenhochburgen.

Wenn ihr die Attraktion der Stadt seid, kein Mensch Englisch spricht und ihr keine Ahnung habt, welches Essen ihr da eigentlich auf dem Bananenblatt habt, seid ihr auf dem richtigen Weg! 😊 Geht ihn bevor zuviele andere es tun!

Dawei – Südmyanmar

Mit dem Bus fahren wir 6 Stunden weiter Richting Norden nach Dawei.

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Unterwegs machen wir kurz Pause und kaufen Obst, Burmesische Snacks und Süßigkeiten zum Probieren.

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Wir haben ein schönes Hotel ausgesucht und das Frühstücksbuffet ist ungewöhnlich vielfältig. Wir versuchen uns an Reis, Nudeln und Suppe zum Frühstück zu gewöhnen. Es gibt aber zum Glück auch Obst und frische Kokosnuss zum Reis. 🙈

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Mit dem Roller geht es an die fast unberührte Küste, einsame Traumstrände warten von uns entdeckt zu werden. Die Schattenseite ist jedoch der Weg dorthin und so wird die Straße abseits der Hautstraße immer schmaler, unbefestigt, rutschig und es geht steil bergab…99 Tage unfallfrei. Auf einem sandigen Stück bergab mit schlechtem Vorderradprofil rutschen wir plötzlich weg und fallen auf die Seite. Bis auf einen großen Schreck und ein paar Schürfwunden ist uns zum Glück nichts passiert und auch der Roller hat nur leichte Kratzer am Spiegel und vorderen Teil.

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Wir spülen die Wunden aus und fahren das letzte Stück zum Pa Nyit Beach. Und was sollen wir sagen – wow der Weg hat sich allemal gelohnt! Wir sind ganz alleine hier und lassen uns im Schatten nieder. Das Wasser ist herrlich erfrischend und klar und nur am Abend kommen die Fischer um ihre Boote zu starten. Wir fliegen die Drohne und bleiben bis zum Sonnenuntergang.

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Wir sind hungrig von dem langen Ausflug und gönnen uns leckere Burmesische Coconut Noodles (ohn no khao swè) und Myanmar Bier. Zum Nachtisch gibt es süße kleine Kokosbällchen in Sesam (finden noch raus wie die heißen).

Achso, dem Rollerverleih hatten wir den Schaden direkt gemeldet. Seine Antwort war „no problem“ und gab uns einen neuen Roller!

Myeik – Südmyanmar

Wir hatten ein straffes 3 Tagesprogramm und leider keine Zeit zum Bloggen. Hier also unser verspäteter Bericht aus Myeik. 

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Tag 1

Unser Hotel ist recht zentral gelegen mit Blick auf den Hafen und den ersten Inseln des vorgelagerten Mergui-Archipel. Von hier aus erkunden wir die Stadt zu Fuß und laufen vorbei am wuseligen Hafen, über den Markt und steigen viele Treppen hoch zur Thein Daw Gyi Pagode. Die Burmesen sind so unglaublich fasziniert von uns und wir werden den ganzen Tag beobachtet. Schüchterne Blicke, starren, lächeln und winken – ein Kind versteckt sich sogar vor uns. 😂😂😂 Die Burmesen sind ein unglaublich freundliches und hilfsbereites Volk. Man kann gar nicht anderes als gute Laune haben, wenn man den ganzen Tag angelächelt wird! Hier im Süden ist Myanmar noch ganz ursprünglich und dies spürt man als einer der wenigen Touristen ganz deutlich.

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Wir laufen durch viele unterschiedliche Viertel, teils bettelarme Gegenden mit kleinen Hütten und andererseits bestaunen wir alte britische Kolonialarchitektur. Natürlich sehen wir auch viele Pagoden und Schreine, Mönche (die wir nicht fotografiert haben) und Einflüsse der Inder auch jenseits der indischen Küche.

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Irgendwann sind wir platt von den ganzen Eindrücken und die Füße haben wir uns auch plattgelaufen. Den Abend lassen wir beim ersten Myanmar Bier auf der Dachterrasse unseres Hotels beim Sonnenuntergang ausklingen.

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Tag 2

Wir leihen einen Roller aus und fahren, so wie wir es am liebsten machen, einfach mal drauf los – raus aus der Stadt und ab ins Grüne. Die Landschaft ist wunderschön und wir fahren durch viele kleine Dörfer. Durch ein Fischerdorf laufen wir hindurch. Hier in der Region wird ein Großteil der Beetelnüsse (auch für den Export nach Indien) angebaut und sie liegen überall zum Trocknen. Wir wollen auch eine Cashew-Fabrik besuchen, stellen dort aber dann fest das grad keine Erntesaison ist und stattdessen Beetelnüsse verarbeitet werden. Die liebe Burmesin macht kurzerhand eine kleine Tour mit uns auch wenn sie kaum Englisch spricht.

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Wir kommen auch an großen Palmölplantagen vorbei und sehen wie die Äcker per Hand und einfachsten Hilfsmitteln bestellt werden. Mittags kehren wir in einem winzigen Restaurant ein und sind mal wieder die Attraktion. Auf dem Rückweg halten wir für ein paar Landschaftsbilder und 4 neugierige Jungs auf einem schäbigen Roller wollen uns ausfragen, obwohl die kaum ein Wort Englisch sprechen. Definitiv unser Highlight des Tages! Zurück in Myeik trinken wir Kaffee und Tee in einer typischen kleinen Teestube, die man hier überall findet. Meist steht Gebäck schon auf dem Tisch, sodass man gleich zugreifen kann. 

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Zum Sonnenuntergang lassen wir unseren Blick nochmal über Myeik schweifen. Die Pagode bietet aber nicht nur einen tollen Ausblickt sondern hier ist Abends richtig was los. Mit Blumen und sonstigen Opfergaben kommen die Burmesen hier abends hin und wir beobachten das wuselige Treiben einen Moment.

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Wir sind mit André verabredet, dem ersten und einzigen deutschen Auswanderer in Myeik, der ein Touroffice gegründet hat. Wir buchen eine Inseltour für den nächsten Tag und unser nächstes Busticket und gehen anschließend gemeinsam im beliebten Seafood Restaurant „Shwe Yar Su“ essen. Es sind noch 2 deutsche, ältere Pärchen dort mit André verabredet und er bestellt für uns alle querbeet durch die Karte. Wir probieren also unter anderem traditionellen Teeblattsalat, Ingwersalat, Dschungelspinat und sogar Shrimps mit Zwiebeln und Koriander eingelegt (gar nicht mal schlecht!). Es fließt reichlich Myanmar Bier und das ein oder andere ist dank Gewinne in der Krone gratis. Wir sitzen hier noch lange mit André nachdem die älteren Herrschaften schon ins Bett sind und quatschten über die Welt. Wären wir besser auch mal eher Heim, denn morgen müssen wir schon ziemlich früh raus!

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Tag 3

Was für eine schlimme Nacht…nicht das sie nur viiiiel zu kurz war, sondern die blutgierigen Mücken haben uns genervt. Hätten wir mal besser unser Mückennetz aufgehängt! Um 7:30 werden wir abgeholt  und Frühstück gibts to go, gekochte Eier und Bananen. 😂 Bald aber freuen wir uns das Mergui-Archipel heute erkunden zu dürfen – ein Traum aus rund 800 unberührten Tropeninseln. Die Inselgruppe ist eine der letzten, touristisch unerschlossenen Gebiete dieses Ausmaßes und kann nur eingeschränkt bereist werden. Die meisten sind stark bewaldet und nicht bewohnt, allerdings ist oder war dies auch das Zuhause der Mocken (Seenomaden), die nur noch zum Teil hier ganz ursprünglich vom Fischfang leben. Wir haben hierüber vor Kurzem mal eine interessante Reportage gesehen und all die Infos würden den Rahmen hier sprengen… Der Preis ist mit 70-80 Dollar für eine Tagestour recht teuer, doch hier sind auch die Nationalparkgebühren enthalten und das Gute daran ist, dass dies auch viele Leute von Ausflügen abhält. Mit dem Speedboot und einer kleinen Gruppe halten wir zunächst an einer Fischfarm.

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Dann geht es über eine Stunde bei teils starkem Wellengang zu Marcus Island. Weißer Pulversandstrand und türkisfarbenes Wasser und kaum ein Mensch….ein Traum!!!

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Wir chillen am Strand und lassen hier auch unsere Drohne wieder fliegen. Zum Mittagessen gibt es allerlei Seafood, jedoch für uns Hähnchen und Eier. Oder würdet ihr so ne Schneckensuppe essen – nein Danke! 😂😂😂

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Bald ist es Zeit wieder aufs Boot zu steigen. Nach einem für uns Taucher unspektakulären Schnorchelstop fahren wir zu einer weiteren Insel. Ich glaube sie heißt Pila Island, aber ich konnte online dazu nichts rausfinden (gibt sie vielleicht nicht bei Google Maps 🙈). Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir wieder den Hafen.

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Wir kehren am Abend in einem Indisch-Burmesischen Restaurant ein. Es ist nicht ganz das Indische Essen das wir kennen, aber eine nette Abwechslung zum sonst üblichen Reis, Hähnchen und Gemüse. Auf dem Rückweg wundern wir uns doch sehr über die Erneuerung eines Straßenbelages: Erst wird mit einer Art Laubbläser der Dreck weggefegt, dann eine dünne Schicht Teer aufgesprüht! Naja wie sagt man so schön, andere Länder andere Sitten.

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Kawthaung 

Guten Morgen! Heute sind wir früh wach und nach dem Frühstück, dass hier meist in den Hotels inklusive ist aber auch sehr bescheiden ausfällt, laufen wir an den Hafen. Zwischen uns und dem Hafen erstreckt sich über viele Gassen ein kleiner Markt und hier herrscht schon reges Treiben.

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Wir suchen zuerst einen Handyladen, um eine SIM Karte mit 4 GB für unglaubliche 3 EUR zu erwerben. Anschließend gehen wir nochmal einen richtigen Kaffee im gleichen Laden wie gestern trinken. Meist gibt es hier nur stark gesüßten Instantkaffee aus Tütchen. Der Paan-Stand erfreut sich auch morgens bereits der gleichen Beliebtheit.

Für die bevorstehenden 10 Stunden Busfahrt decken wir uns noch mit Essen ein. Wir kaufen leckere Eierpfannkuchen gefüllt mit frischer Kokosnuss und eine ganze Menge Obst. An jeder Ecke kann man in kleinen Läden in die Töpfe schauen und Reis mit Curries, Fisch, Hähnchen und Gemüse zu jeder Tageszeit aussuchen. Es erinnert uns sehr an das Indonesische Nasi Campur.

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Unser Bus ist ganz passabel und nicht so extrem klimatisiert wie so oft. Unten im Bus werden sogar Roller transportiert, die vorher zum Schutz mit Pappe eingewickelt werden. 

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Wir starten recht pünktlich um kurz nach 12 und naja den Rest des Tages beobachten wir die schöne Palmenlandschaft und hier und dort passieren wir kleine Orte mit einfachen Hütten. Hier muss die Welt noch in Ordnung sein! Wir halten oft um Passagiere ein oder aussteigen zu lassen.

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Zum Abendessen machen wir kurz Halt, aber wir kehren nicht ein, da wir ausreichend Proviant dabei haben. Wir haben dazugelernt, da oft einfach nur super scharfe Gerichte in den Auslagen der kleinen Restaurants am Wegesrand zur Auswahl stehen. Für Ulrike ist es gar nicht so leicht in Asien in den Garküchen Gerichte ohne Chilis zu finden, da es hier wie in Deutschland vermutlich wie Salz genutzt wird. Teilweise werden wir aber auch mit Bildchen vorzeigen verstanden  😂😂😂

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Um 23 Uhr lässt uns der Bus in Myeik raus. Die einzige Option ins Hotel zu kommen sind ein paar Motorbike Taxis also auf gehts das Bett ruft!

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Unser Hotelzimmer im „industrial style“

Next Stop – Myanmar

Heute Morgen gibt es nach dem Training erstmal ein Brunch im Bett aus dem 7 Eleven und Obst, das wir Gesten auf dem Fruchtmarkt gekauft haben.

Wir packen unsere Rucksäcke und es geht auf zum Pier. An der Hauptstraße hatten wir gestern Songthaews (rote Taxi Pickups) gesehen und laufen daher vor zur Straße. Es ist schwül und die Sonne sticht…müssen uns erstmal wieder an richtig heißes Wetter gewöhnen. Es dauert nicht lange und ein Taxi hält. Wir fragen nach dem Preis und er sagt 50 Baht    each – wir haben keine Lust zu verhandeln und super teuer ist es nun wirklich nicht. Im Taxi schmunzeln wir noch darüber, dass wir mal wieder Touristenpreise zahlen, als die Thais nach Kleingeld kramen. Wir steigen aus und bekommen Wechselgeld zurück…oh er meinte wohl 15 each?! So schön mal nicht verhandeln zu müssen oder übers Ohr gehauen zu werden. Wir mögen untouristische Orte!!!

Am Pier in Ranong warten schon die ersten Bootfahrer, die uns ein Ticket verkaufen wollen. Wir laufen erstmal zum Immigration Office und lassen unsere Pässe ausstempeln. Wir müssen nicht warten und sind nach 5 Minuten fertig. Bye bye Thailand! Dann verhandeln wir mit dem Bootfahrer die Überfahrt nach Kawthaung. Da wir uns über die gängigen Preise informiert hatten, braucht es wenig Verhandlungsgeschick und kurze Zeit später sitzen wir für 100 Baht / 2,50 EUR im Longtail nach Myanmar.

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Der Bootfahrer sammelt Pass und Kopien ein und wir halten einmal an einer weiteren Ausreisekontrolle und werden an der polizeilichen Zollkontrolle mitten auf dem Fluss, die sich auf einer kleinen Inseln befindet, vorbeigewunken. Bevor wir letztere Station passieren legen alle brav ihre Schwimmwesten an. Die Überfahrt dauert ca 30 Minuten und ist bei teils starkem Wellengang nicht ganz so gemütlich wie erwartet. Regelmäßig wird Wasser aus der kleinen Nussschale von Bord geschöpft. 🙈

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Wir erreichen den kleinen Hafen von Kawthaung, der wenig spektakulär ist und laufen zur Immigration. Ob hier wohl auch alles so reibungslos klappt? Wir müssen nicht warten und werden nur gefragt wohin wir reisen. Der Beamte gibt sich mit dem Namen unseres Hotels für heute Nacht zufrieden und stempelt unser Visa für 28 Tage. Glücklich laufen wir die 500m zu unserem Hotel.

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Der Hunger treibt uns am Nachmittag in die Stadt. Erstmal brauchen wir aber Bargeld und der erstbeste ATM spuckt bunte Scheinchen aus. Was ein Glück!

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Nachdem wir gegessen haben lassen wir uns in einem Café nieder und beobachten das bunte Treiben auf der Straße.

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An einem Stand ist richtig was los, aber aus der Ferne können wir nicht erkennen was hier verkauft wird. Wir laufen vor und stellen Mutmaßungen an. Später finden wir heraus, dass hier wie vermutet „Paan“ verkauft wird. Die kleingehackte Betelnuss wird in kalkbestrichene Betelblätter gewickelt und wegen der Bitterkeit oft mit „Geschmackstuning“ also Minze, Lakritz, Kautabak, o.ä. karchiert. Gekaut wird der „Paan“ genannte Betelbissen dann durch Aufspaltung diverser Inhaltsstoffe zum Killer von Müdigkeit und Hunger, erzeugt zudem Wohlbefinden und gute Laune. Geile Sache könnte man nun meinen, aber wo Licht ist, kann der Schatten nicht weit sein…Kennt ihr ein Methgebiss? Ja so sieht’s dann nach ein paar Jahren der dauerhaften Kauerei aus und das noch rot verfärbt. Man sieht übrigens auch überall die roten Spuckplacken auf den Gehwegen. Diverse andere Nebenwirkungen sind natürlich auch nicht zu ignorieren.

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Sollen wir auch mal Paan probieren? Schreibt uns doch mal einen Kommentar 😜

Da es hier nicht sooo viel in der Gegend zu sehen gibt, werden wir wie geplant schon morgen Mittag einen Bus ein Stückchen weiter in den Norden nehmen…10 Stunden soll die Fahrt zur nächsten Station dauern…

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Da ist unser eVisa! 🤗🤗🤗 Haben uns heute Mittag sehr gefreut, dass es bereits gestern fertig war?! Die Bestätigungsmail kam erst heute Abend, aber online konnte man das eVisa schon vorher downloaden. Wir können also morgen nach Myanmar einreisen. Drückt uns die Daumen, dass alles gut klappt. Wir haben alles kopiert und vorbereitet, allerdings soll wohl auch ein Ausreiseticket vorgezeigt werden. Wann und wo wir ausreisen werden wissen wir aber noch nicht… Zur Not müssen wir morgen dann also noch schnell online einen Flug buchen sofern uns ohne die Einreise verweigert wird!

Ranong ist total untouritisch, denn sofern hier Toutisten ankommen fahren sie meist direkt an den Hafen, um entweder auf die Inseln Koh Chang (kleines) / Koh Phayam überzusetzen oder wegen Visa-run an die Grenze. Die Thais sind hier total nett, hilfsbereit und viele sprechen kein Englisch. Auch Essen bestellen ist hier wieder eine echte Herausforderung und klappt nur mit drauf zeigen oder Bildern. Ok heute Abend klappte es nicht gut und wir bekamen zu scharfes Essen und große Krabben im Papayasalat…

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Schmeckt nicht wenn dich große, schwarze Krabbenaugen aus dem Salat angucken ❤️🦀

Die Preise für Essen sind hier mit 1 Eur pro Essen wirklich spottbillig sowie viele andere Dienstleistungen. Wir waren bei einem Schneider und Simon wurde ein kleines Loch in der Hose gestopft und mir ein Rock enger genäht. Die liebe Thai versuchte uns lieber freundlich aus dem Laden zu schieben als Geld dafür anzunehmen. Wo bitte passiert einem das noch in Thailand?!

Gestern Abend waren wir auf einem kleinen Nachtmarkt. Bevor wir ausreisen müssen wir wenigstens mal einen Pancake essen – Spezialmischung mit Banane, Cashews und Schoki. Wir kaufen auch frisch gerollte Kokoswaffeln und der nette Verkäufer lässt uns „Kanoom Berng“ probieren und versucht uns die Namen der Naschereien auf Thai beizubringen. Wir können unseren Wortschatz diesmal nur ein wenig erweitern – vielleicht sollten wir das nächste Mal in Thailand einen Sprachkurs absolvieren!

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Was bestellen wir? Alles nur auf Thai hier?! 😂😂😂

Gut das wir das Fitnessstudio, Schwimmbad und Co des teueren Schwesterhotels nebenan nutzen können. Wird also gleich alles wieder schön abtrainiert. Heute gleich doppelt und dreifach. Sind heute morgen nochmal im Gym und machen dann unsere Erledigungen, auch online Banking am Pool. 😎 Am Abend nimmt Ulrike an der Yogastunde Teil, die in zwar nur auf Thai abgehalten wird aber trotzdem gut ist. Nachdem wir alles erledigt haben planschen wir noch im Pool und den heißen Becken. Es ist teils bewölkt heute, aber heiß und kein Regen! Wir sind also erfolgreich geflüchtet!

Heute früh waren wir im Nachbarhotel auch zum Frühstücksbüffet. Massamancurry, Reis und stir fried Gemüse zum Frühstück! 😂

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Hier frühstücken halt fast nur Thais und die stehen nicht so auf süß zum Frühstück sondern Reis, Curries, Sushi & Co aber auch eine Omlettestation, Toast und bisschen Obst stehen hier zum Glück zur Auswahl. Wir fragten uns was es wohl in Myanmar zum frühstücken geben wird…jeden Morgen Toast und Ei wenn wir Glück haben?! Also laufen wir heute Abend noch laaaange in einen großen Supermarkt, um Haferflocken zu kaufen und machen eine laaaange Nachtwanderung wieder zurück. Kein einziges Taxi weit und breit und so folgen wir google Maps durch zum Teil versteckten Gassen auf dem wohl kürzesten Weg zurück ins Hotel…

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Hier wäre ich nicht allein lang gelaufen…habe aber meinen furchteinflösenden Beschützer dabei ^^

Tschüss Koh Phangan!

Letzter Blick vom Balkon heute früh und leere Straßen in Baan Tai morgens um 6 Uhr… ⏰

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Eigentlich wollten wir noch 2 oder 3 Tage länger bleiben…aber es wollte nicht aufhören zu regnen! Da bringt der schönste Strandbungalow nix wenn es nur schüttet und nachts teils heftig gewittert. Es ist schön flexibel zu reisen und da wir nur 4 Nächte gebucht hatten, fällt der Entschluss nicht zu verlängern leicht.

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Na endlich kommen mal unsere sexy Regencapes zum Einsatz ^^

Den Tag gestern nutzen wir um nochmal ins Gym zu gehen und es war echt voll, da sich das sicher viele dachten. Wenn schon nicht im Meer schwimmen dann wenigstens nach dem Schwitzen noch ein bisschen den Jaccuzi auf der Dachtetasse auskosten.

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Es bleibt einen Moment trocken und wir fahren nach Thongsala, um unser heutiges Fährticket zu kaufen. Wir müssen uns ein bisschen durchfragen bis wir ein Office finden, dass uns ein Ticket abseits des Tourismuspfads ausstellen kann. Anschließend gehen wir auf den Nighmarket in Thongsala, der zum Glück bereits um 16 Uhr startet. Und nochmal Nägel machen, denn wer weiß wann Ulrike nochmal die Chance bekommst.

 

Und wohin geht es denn nun heute?

Den Entschuss als nächstes nach Myanmar zu reisen hatten wir schon länger gefasst. Das elektronische Visum haben wir gestern schnell online ausgefüllt und waren überrascht wie unkompliziert es funktionierte. Selbst die Zahlung mit Visa klappte diesmal problemlos! 🤗 Die Bearbeitung dauert bis zu 3 Werktage also hoffen wir Mittwoch oder Donnerstag über die Grenze zu dürfen. Wir mussten um 5:30 morgens aufstehen (da sag mal einer Reisen macht immer Spaß) und Fähre und Busse fahren uns heute erstmal an die Grenze nach Ranong. Wegeproviant ist vorbereitet für die lange Fahrt.

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Bei hoffentlich besserem Wetter wollen wir Ranong ein wenig erkunden und letzte Recherchen zur Route vorbereiten. Dann reisen wir am südlichsten Zipfel von Myanmar an der Kawtaung Grenze ein. Ganz unten rechts sind wir heute an der roten Linie gestartet. Vorläufiges Ziel ist es bis Silvester nach Yangon zu reisen. Mal schauen ob wir das schaffen. Danach soll es noch weiter in den Norden gehen.

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Der Süden Myanmar’s ist für Touristen erst seit 2013, teils 2015 auf Landwegen zu bereisen und steckt touristisch noch in den Kinderschuhen. Wir sind sehr gespannt was für Abenteuer uns erwarten! 🤗

Was wäre Koh Phangan ohne seine legendären Partynächte?! Die meisten haben vermutlich nur von der Fullmoon Party gehört, jedoch sind die kleineren Partys mit live DJs bei weitem besser. Wir wollen also auf die Blackmoon Party und da wir schon Ü30 sind und vermutlich grad nicht sonderlich trinkfest treffen wir Vorbereitungen. 😂😂😂 Erstmal heißt es also Grundlage schaffen und was wäre da passender als eine Pizza! Beim Italiener Monalisa in Haad Rin war Ulrike schon ein paar Mal vor Jahren und es schmeckt noch genauso gut (Steinofenpizza fast wie in Italien). Chang und Iced Coffee mit Schuss zum Warmup und die restliche Pizza wird eingepackt fürs „Frühstück“ im Bett. Auch an die Elektrolyte für den Kater am nächsten Morgen haben wir gedacht. Wir machen uns fertig zu Dominik Eulberg und seinem Set „Boiler room“. Statt traditionellem Sangsom Rum gibt es diesmal aber unseren auf Koh Samui erstandenen Rum in der ansonsten üblichen Mischung mit Thai Redbull, Coke und Lime.

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Die Blackmoon Party findet im Dschungel statt und die Location erstrahlt bei Schwarzlicht in allen Neonfarben. Es heißt tanzen, tanzen, tanzen nach dem ein oder anderen Bucket mit Sangsong Rum und Thai Redbull.

Zurück im Bungalow vernaschen wir erstmal unsere „Frühstückspizza“…ist ja auch schon früh am Morgen. Zu viel Thai Redbull beschert uns wie erwartet einen unruhigen Schlaf und wir hatten uns auch keine Hoffnung gemacht es rechtzeitig zum Frühstück im Hotel zu schaffen. Irgendwann Mittags gehen wir mal kurz raus zum Essen und kaufen Snacks im 7 Elven. Den Rest des Tages verbringen wir mit Game of Thrones im Bett. Es regnet sowieso den ganzen Tag und so haben wir dabei auch kein bisschen schlechtes Gewissen!

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Schlafen bis man hungrig ist und essen bis man müde wird…