Myeik – Südmyanmar

Wir hatten ein straffes 3 Tagesprogramm und leider keine Zeit zum Bloggen. Hier also unser verspäteter Bericht aus Myeik. 

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Tag 1

Unser Hotel ist recht zentral gelegen mit Blick auf den Hafen und den ersten Inseln des vorgelagerten Mergui-Archipel. Von hier aus erkunden wir die Stadt zu Fuß und laufen vorbei am wuseligen Hafen, über den Markt und steigen viele Treppen hoch zur Thein Daw Gyi Pagode. Die Burmesen sind so unglaublich fasziniert von uns und wir werden den ganzen Tag beobachtet. Schüchterne Blicke, starren, lächeln und winken – ein Kind versteckt sich sogar vor uns. 😂😂😂 Die Burmesen sind ein unglaublich freundliches und hilfsbereites Volk. Man kann gar nicht anderes als gute Laune haben, wenn man den ganzen Tag angelächelt wird! Hier im Süden ist Myanmar noch ganz ursprünglich und dies spürt man als einer der wenigen Touristen ganz deutlich.

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Wir laufen durch viele unterschiedliche Viertel, teils bettelarme Gegenden mit kleinen Hütten und andererseits bestaunen wir alte britische Kolonialarchitektur. Natürlich sehen wir auch viele Pagoden und Schreine, Mönche (die wir nicht fotografiert haben) und Einflüsse der Inder auch jenseits der indischen Küche.

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Irgendwann sind wir platt von den ganzen Eindrücken und die Füße haben wir uns auch plattgelaufen. Den Abend lassen wir beim ersten Myanmar Bier auf der Dachterrasse unseres Hotels beim Sonnenuntergang ausklingen.

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Tag 2

Wir leihen einen Roller aus und fahren, so wie wir es am liebsten machen, einfach mal drauf los – raus aus der Stadt und ab ins Grüne. Die Landschaft ist wunderschön und wir fahren durch viele kleine Dörfer. Durch ein Fischerdorf laufen wir hindurch. Hier in der Region wird ein Großteil der Beetelnüsse (auch für den Export nach Indien) angebaut und sie liegen überall zum Trocknen. Wir wollen auch eine Cashew-Fabrik besuchen, stellen dort aber dann fest das grad keine Erntesaison ist und stattdessen Beetelnüsse verarbeitet werden. Die liebe Burmesin macht kurzerhand eine kleine Tour mit uns auch wenn sie kaum Englisch spricht.

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Wir kommen auch an großen Palmölplantagen vorbei und sehen wie die Äcker per Hand und einfachsten Hilfsmitteln bestellt werden. Mittags kehren wir in einem winzigen Restaurant ein und sind mal wieder die Attraktion. Auf dem Rückweg halten wir für ein paar Landschaftsbilder und 4 neugierige Jungs auf einem schäbigen Roller wollen uns ausfragen, obwohl die kaum ein Wort Englisch sprechen. Definitiv unser Highlight des Tages! Zurück in Myeik trinken wir Kaffee und Tee in einer typischen kleinen Teestube, die man hier überall findet. Meist steht Gebäck schon auf dem Tisch, sodass man gleich zugreifen kann. 

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Zum Sonnenuntergang lassen wir unseren Blick nochmal über Myeik schweifen. Die Pagode bietet aber nicht nur einen tollen Ausblickt sondern hier ist Abends richtig was los. Mit Blumen und sonstigen Opfergaben kommen die Burmesen hier abends hin und wir beobachten das wuselige Treiben einen Moment.

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Wir sind mit André verabredet, dem ersten und einzigen deutschen Auswanderer in Myeik, der ein Touroffice gegründet hat. Wir buchen eine Inseltour für den nächsten Tag und unser nächstes Busticket und gehen anschließend gemeinsam im beliebten Seafood Restaurant „Shwe Yar Su“ essen. Es sind noch 2 deutsche, ältere Pärchen dort mit André verabredet und er bestellt für uns alle querbeet durch die Karte. Wir probieren also unter anderem traditionellen Teeblattsalat, Ingwersalat, Dschungelspinat und sogar Shrimps mit Zwiebeln und Koriander eingelegt (gar nicht mal schlecht!). Es fließt reichlich Myanmar Bier und das ein oder andere ist dank Gewinne in der Krone gratis. Wir sitzen hier noch lange mit André nachdem die älteren Herrschaften schon ins Bett sind und quatschten über die Welt. Wären wir besser auch mal eher Heim, denn morgen müssen wir schon ziemlich früh raus!

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Tag 3

Was für eine schlimme Nacht…nicht das sie nur viiiiel zu kurz war, sondern die blutgierigen Mücken haben uns genervt. Hätten wir mal besser unser Mückennetz aufgehängt! Um 7:30 werden wir abgeholt  und Frühstück gibts to go, gekochte Eier und Bananen. 😂 Bald aber freuen wir uns das Mergui-Archipel heute erkunden zu dürfen – ein Traum aus rund 800 unberührten Tropeninseln. Die Inselgruppe ist eine der letzten, touristisch unerschlossenen Gebiete dieses Ausmaßes und kann nur eingeschränkt bereist werden. Die meisten sind stark bewaldet und nicht bewohnt, allerdings ist oder war dies auch das Zuhause der Mocken (Seenomaden), die nur noch zum Teil hier ganz ursprünglich vom Fischfang leben. Wir haben hierüber vor Kurzem mal eine interessante Reportage gesehen und all die Infos würden den Rahmen hier sprengen… Der Preis ist mit 70-80 Dollar für eine Tagestour recht teuer, doch hier sind auch die Nationalparkgebühren enthalten und das Gute daran ist, dass dies auch viele Leute von Ausflügen abhält. Mit dem Speedboot und einer kleinen Gruppe halten wir zunächst an einer Fischfarm.

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Dann geht es über eine Stunde bei teils starkem Wellengang zu Marcus Island. Weißer Pulversandstrand und türkisfarbenes Wasser und kaum ein Mensch….ein Traum!!!

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Wir chillen am Strand und lassen hier auch unsere Drohne wieder fliegen. Zum Mittagessen gibt es allerlei Seafood, jedoch für uns Hähnchen und Eier. Oder würdet ihr so ne Schneckensuppe essen – nein Danke! 😂😂😂

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Bald ist es Zeit wieder aufs Boot zu steigen. Nach einem für uns Taucher unspektakulären Schnorchelstop fahren wir zu einer weiteren Insel. Ich glaube sie heißt Pila Island, aber ich konnte online dazu nichts rausfinden (gibt sie vielleicht nicht bei Google Maps 🙈). Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir wieder den Hafen.

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Wir kehren am Abend in einem Indisch-Burmesischen Restaurant ein. Es ist nicht ganz das Indische Essen das wir kennen, aber eine nette Abwechslung zum sonst üblichen Reis, Hähnchen und Gemüse. Auf dem Rückweg wundern wir uns doch sehr über die Erneuerung eines Straßenbelages: Erst wird mit einer Art Laubbläser der Dreck weggefegt, dann eine dünne Schicht Teer aufgesprüht! Naja wie sagt man so schön, andere Länder andere Sitten.

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