Was für eine Nacht!!! 😱😱😱

9 Stunden mit dem Minibus und lauter Indopop Musik über holprige Straßen… auf dem Video ist die Musik noch ganz entspannt, aber das geht noch lauter, schlimmer, non-stop und durch Oropacks zu hören. Immerhin haben wir Beinfreiheit und „getigerte“ Kuscheldecken gehören zur Standardausstattung der Nachbusse. Wir machen es uns also so gemütlich wie möglich, Ulrike mit Halsschmerzen und Simon mit leichter Übelkeit von dem Geschaukel, bekommen aber kaum ein Auge zu auch weil der Bus ständig hält und Leute ein und aussteigen. Banda Aceh, unser Ziel, ist fest in Hand der Scharia und wir erreichen die Stadt pünktlich zum Morgengebet. Wir kuscheln uns nochmal in die Decken, während ein paar Mitreisende zum Beten in die Moschee gehen, und werden schließlich als letzte um 6:30 am Hafen abgesetzt. Es war schwer online die Abfahrtszeiten der Fähren nach Pulau Weh ausfindig zu machen und so waren wir darauf eingestellt bis 11 Uhr hier rumzudümpeln. Was ein Glück das bereits eine Autofähre um 7:30 fährt und wir machen noch ein Nickerchen an Bord.

Wir haben mal wieder keine Unterkunft gebucht, aber finden ohne Probleme eine Holzhütte mit Meerblick in dem Örtchen Iboih und fühlen uns direkt richtig wohl! Die Insel ist genau unser Ding, touristisch genug erschlossen um eine kleine Auswahl an Hütten und Restaurants zu haben und dennoch idyllisch und fernab des Massentourismus. Es gibt ein paar Tauchschulen, ein vorgelagertes Riff zum Schnorcheln und mit dem Roller lassen sich versteckte Strände und vieles mehr erkunden. Müssten wir nicht wegen Ablaufen des Visums am 8. November ausreisen, würden wir hier mit Sichheit länger hängen bleiben… 😬

Ich schreibe den Post hier während wir nach dem Abendessen in unseren Hängematten auf dem Balkon chillen. Plötzlich ist alles dunkel…der Strom ist weg und es entsteht einer der Momente die sich nicht mit Worten oder Fotos festhalten lassen. Der Sternenhimmel leuchtet nun richtig hell, wir lauschen den Wellen und den Grillen, in der Ferne ist das Wetterleuchten des heranziehenden Gewitters zu sehen…so kitschig romantisch aber super schön!!! Gute Nacht… 😊

Es geht weiter in den Norden mitten durch Sumatras Gayo Hochgebirge. Wir checken aus dem Guesthouse in Ketambe aus und schlängeln uns 8 lange Stunden in einen Minibus gequetscht mit Locals, Hühnern und allerlei Gepäck über kleine, holperige Bergstraßen. An den Straßen wird wieder Kakao und Kaffee getrocknet, wir genießen die fantastische Landschaft und erhaschen hier und da einen kleinen Einblick in das Dorfleben in den Bergen – hier muss die Welt wirklich noch in Ordnung sein!

Abends kommen wir endlich in Takengon an und da die Auswahl an westlichen Hotels äußerst begrenzt ist checken wir in einem Guesthouse mit indonesischen Bad ein. Auch hier ist warmes Wasser Fehlanzeige und statt Dusche gibt es eine Plastikwanne und Becher zum schöpfen. Da nur wenige Touristen diese Route nehmen sind wir mal wieder die einzigen Europäer und überall rufen Sie uns „Hello Mister“ zu und wir werden neugierig beäugt. Da wir einfach nur platt sind und möglichst unauffällig nur schnell was Essen gehen wollen, legen wir das Tarnungsoutfit an: ganz in schwarz und mit Kapuze sieht man vorallem bei Ulrike erst auf den zweiten Blick das sie keine Hijab trägt. Es funktioniert! 🤗 Man haut uns hier auch nicht übers Ohr und so zahlen wir für Nasi Campur, Obst und Fruitshakes nur kleines Geld. Simon lässt sich außerdem einen neuen Haarschnitt verpassen und Ulrike legt kurzerhand die Hijab ab um sich den Nacken auch ausrasieren zu lassen. Wir zahlen mit Trinkgeld umgerechnet 1,50 EUR und sind echt sprachlos… 😮 

Neuer Tag neues Glück! Der Plan ist einen Roller zu mieten, um die Gegend zu erkunden, bevor es heute mit dem Nachtbus gute 300km weiter in den Norden geht. Takengon ist international bekannt, da hier vermutlich der beste Kaffee Sumatras angebaut wird. Das wollen wir also testen!!! 😋😋😋 Tja, keine Touristen heißt auch kein Rollerverleih und nachdem wir mit Händen, Füßen und Google Translator versucht haben einen Roller zu leihen oder ein Becak für eine Rundfahrt zu organisieren, lassen wir uns erstmal in einem Café nieder. Hier wird der Kaffee frisch geröstet und es gibt dazu süßes Gebäck. Außerdem wird hier auch der teure Luwak Kaffee verkauft, der aus verdauten Kaffeebohnen des Fleckenmusangs gewonnen wird.

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Wir kommen mit dem Besitzer ins Gespräch und können nun doch einen Becak Fahrer organisieren, der uns in die Kaffeeplantagen fährt und anschließend am See Laut Tawar absetzt. Von hier aus erkunden wir die kleinen Fischerhütten und laufen wieder zurück nach Takengon. Es bricht uns das Herz auf dem Rückweg 5 kleine im Karton ausgesetzte Kätzchen zu finden… 😢😢😢

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Ein kleines Lebenszeichen 🤗🤗🤗

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Wir sind zurück von 3 Tagen Trecking im Dschungel…und viel zu fertig um einen detaillierten Bericht zu schreiben! Es war wahnsinnig aufregend und wir haben viel gesehen, aber sind froh wieder zurück in der „Zivilisation“ zu sein. Mit Zivilisation meinen wir eine kalte Dusche und ein richtiges Bett, denn es gab erstmal keinen Strom als wir ankamen und außerdem sind wir hier im Funkloch. Kein Strom hieß auch kein Mixer für den Fruitshake auf den wir uns gefreut hatten und auch keine Waschmaschine…nach dem Abendessen und kurz Mails checken heißt es nun gute Nacht!

P.S. Socken über der Hose tragen ist sonst auch nicht so unser Style! 🤪

Vor 2 Tagen hatten wir noch weißen Sand zwischen den Zehen und haben das paradiesische Inselleben genossen und nun sind wir Mitten auf Sumatra in den Bergen. Am Fuß der Vulkane Sibayak und dem aktiven Vulkan Sinabung sind die Böden fruchtbar und wir sind umgeben von Kaffee, Kakao, Tabak und allerlei Gemüseplantagen. Es ist wesentlich kühler hier auf 1200m und da die Regenzeit schon begonnen hat wechseln sich Sonne und Regenschauern ab und bescheren eine saftig grüne Landschaft. Was für ein Kontrastprogramm!!! Simon hat auf unserer 6-stündigen, wackeligen Busfahrt zum nächsten Ziel das Drohnenvideo von den 1000 Islands geschnitten…ein Traum! 🏝💖

Da wir aber hauptberuflich Weltenbummler sind und das hier nur „just for fun“ machen, müssen erstmal ein paar Vulkanbilder und eine Timelapse vom Sonnenaufgang reichen. Wir sind morgens um 3:45 Uhr aufgestanden und bei Vollmond mit Guide auf den Vulkan Sibayak auf 2212m aufgestiegen. Der Geruch von Schwefel lag in der Luft, nahe der Austrittsstellen war es schön warm und wir hätten hier Frühstückseier im sprudelnden Wasser kochen können. Wir waren auf Regen eingestellt, aber wurden mit einem wahnsinnig schönen Sonnenaufgang überrascht und blieben glücklicherweise trocken! Es war klare Sicht auf den aktiven Vulkan Sinabung, der erst in Februar ausgebrochen ist und daher nicht bestiegen werden kann. Nach dem Abstieg gehen wir in den heißen Quellen baden, die vom Vulkan gespeist werden. Was eine Wohltat!!! Die Drohne hatten wir natürlich auch im Gepäck und schneiden sobald Zeit ist ein neues Video. Jetzt sind wir aber erstmal mitten im Dschungel und 3 Tage nicht erreichbar. Was wir hier machen erzählen wir euch dann im nächsten Beitrag! 😊

Was gefällt euch eigentlich besser – Berge oder Meer??? Hinterlasst uns doch mal ein Kommentar…wir würden uns sehr freuen!

Wir haben wieder im selben Hotel in Yakarta übernachtet, damit wir nochmal in das schöne Fitnessstudio gehen können (hoffen diesmal gibt es keine 3 Tage Muskelkater 🙈) und nochmal an dem kleinen Sate Stand um die Ecke essen können. Dort werden wir direkt wiedererkannt und herzlich herangewunken. Auch uns war der Sate Meister gut in Erinnerung geblieben, so ziemlich das beste Sate auf unserer Reise! Mit den Fingern zeigen wir 3x Sate und 2x Lontong (Reis im Bananenblatt) und es wird herzlich gelacht, weil wir wieder 30 Satespieße bestellen, aber hey Simon ist groß und wir haben den ganzen Tag wenig gegessen und trainiert! Wir laufen noch zur Central Park Mall auf der Suche nach neuen Flipflops in Größe 46, da Simons kaputt gegangen sind. Aber auch hier werden wir nicht wirklich fündig…kaum ein Asiate lebt auf so großem Fuß! 😂😂😂 Wir sind gerade rechtzeitig vor dem heftigen Gewitter zurück im Hotel.

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4:30 🕟…der Wecker klingelt nach einer viel zu kurzen Nacht in Jakarta. Was haben wir uns nur dabei gedacht einen Flug um 6:45 zu buchen?! Wir packen unsere Sachen, bestellen ein Blue Bird Taxi und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Next stop 🌋Sumatra und wir VIPs bekommen im Flugzeug mal wieder einen Platz in der ersten Reihe! 🤗

Vom Flughafen in Medan geht es mit dem local Bus irgendwo nach Medan und wir steigen um in einen Minibus nach Berastagi. Der Bus wird vollgepackt und die Sitze sind super eng, aber die 2 großen Europäer haben die letzte Reihe für sich. Pah im ersten Bus haben wir noch gelacht…die Weiterfahrt mit dem kleineren, klapprigen Sammeltaxi ist ein rasantes Abenteuer. Wenn du denkst der Bus ist jetzt aber wirklich voll steigen noch mehr Leute auf, es wird eine Zigarette nach der anderen geraucht und es zieht durch die kleinen Fenster. Die Landschaft ist saftig grün, es nieselt ein wenig und wir schlängeln uns über Serpentinen auf 1300m. Um 15 Uhr kommen wir endlich in unserem Homestay in Berastagi an! 

Wir schlendern über den Markt, kaufen leckere Früchte und probieren uns durch die süßen Backwaren. 🙈 In der Seitenstraße wird Kaffee gewaschen und eine Horde Kinder läuft uns hinterher bis wir ein Selfie machen.

Leider schaffen wir nicht alle Videos von den letzten Tagen zu schneiden. Also nur ein kurzer Rückblick nach Tidung Island ❤️🏝

 

Tschüss 1000 Islands!!! 🏝

Heute früh machen wir uns mit der local ferry und ordentlich Seegang auf den Rückweg nach Jakarta…

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Wir haben hier gestern einen der schönsten Tage unserer Reise erlebt. Mit dem Boot fahren wir nach Pulau Semak Daun, einer unbewohnten kleinen Insel inmitten der 1000 Islands. Wow…weißer Pulversand und türkisblaues Wasser. Wir gehen planschen, der Kapitän und ein paar Freunde gehen fischen….armer Baracuda 😦

Weiter geht es dann zu einer kleinen Inselgruppe und der vermutlich kleinsten Sandinsel, die wir jemals gesehen haben. Sie ist vielleicht 3m x 0,5m groß und lädt zu einem ausgiebigen Fotoshooting ein. 😜 Im seichten Wasser finden wir so viele Seesterne und beim Schnorcheln sehen wir riesige intakte Korallen, bunte Fische und Seepferdchen. Das Drohnen-Video werden wir morgen auf der Weiterreise fertigstellen und hochladen! 😊

Mit dem Verständigen auf Tidung ist es gar nicht so einfach, denn kaum jemand spricht Englisch. Im Restaurant bekommen wir oft nicht das was bestellt wurde, aber wir nehmen es gelassen hin. Auch Fahrräder ausleihen und ein Boot für einen Tag mieten ist gar nicht so leicht! Wir treffen Shole am Hafen und er scheint tatsächlich der Einzige auf Tidung zu sein mit dem man eine richtige Unterhaltung in Englisch führen kann. Er arbeitet für die Tourismusbehörde auf den 1000 Islands und hilft uns für 2 Tage ein Boot anzumieten und begleitet uns sogar. Shole hatte auch schon gehört das 2 Europäer auf den 1000 Islands sind, sie sind wie ein kleines Dorf, es wird getratscht und wir sind eben eine Attraktion und beliebtes Selfiemotiv. 🙈 Ohne ihn hätten wir auf jeden Fall nicht erklären können was wir sehen wollen und wir lernen von ihm unheimlich viel über das Leben hier auf den Inseln. Am letzten Abend organisiert Shole Hähnchen, Fisch und Squid und wir machen ein kleines BBQ auf dem Grill vor unserer Hütte. Wir essen also das erste mal Squid und es schmeckt uns beiden überraschenderweise gut. Es gibt auch ein Bier, was im Muslimischen Indonesien abseits der Touristenhotspots gar nicht so leicht zu kaufen ist, und verbringen einen lustigen letzten Abend! 

Heute morgen hängen dicke Wolken über Pramuka. Wir haben ganz gut geschlafen bis auf den ausgiebigen „Weckruf” der benachbarten Moschee nach Sonnenaufgang. Eigentlich wollten wir für den Tag ein Boot mieten und zum Schnorcheln ein paar Nachbarinseln besuchen, aber so richtig wohl fühlen wir uns nicht auf der Insel. Die Bewohner sind alle super nett, sprechen kaum Englisch aber lachen, wir werden überall gegrüßt und uns wird nachgewunken, keiner will uns übers Ohr hauen, aber gemütlich ist es hier irgendwie nicht…  Die Auswahl an Essen ist auch nicht sehr vielfältig und so suchten wir am Vortag vergebens nach Obst und Gemüse. Zum Frühstück gibt es hier nur deftig, Nasi Campur…immerhin besser als frittiertes Zeug, wir suchen uns noch ganz verträgliche Sachen aus: Reis, gebratenes Ei, scharfes gebratenes Ei, gekochtes scharfes Ei und Tempe mit Chili. Wir waren die fast täglichen Bananen Pancakes auf Bali so satt, aber heute hätten wir alles für einen geben. 😂😂😂 Sorry aber scharf zum Frühstück geht echt gar nicht für die nächsten 3 Tage…nach dem Frühstück steht also fest das wir ein Boot nach Tidung Island nehmen statt bei dichtem Wolkenhimmel zu schnorcheln. Mit Händen und Füßen organisieren wir also ein kleines Holzboot und sind recht sicher das sie verstanden haben wo wir hin wollen. Wir machen es uns auf dem Boot gemütlich und tuckern eine Stunde nach Tidung. Unterwegs sehen wir sogar Delfine und Schildkröten an uns vorbeischwimmen. 🐬🐬🐬🐢🐢🐢

So hatten wir uns das Inselleben eher vorgestellt! Wir finden eine kleine Hütte mit Meerblick und Simon hängt gleich unsere Hängematte auf! Das Mittagessen schmeckt und Ulrike isst glücklich ihren heißgeliebten Wasserspinat. Wir mieten uns 2 rostige, klapprige Fahrräder und erkunden den Rest des Tages die Insel, gehen am Ende der Insel Schnorcheln. Auch hier sind wir die einzigen Europäer, aber wir fühlen uns nicht ganz so wie Außerirdische. 🙈

Katzen gibt es hier mindestens genauso viele wie auf Pramuka und sie lauern sobald sie Essen wittern. Unbedacht bestellen wir heute Abend gegrillten Fisch und sind gleich von einer Horde miauenden Katzen umzingelt. Entspanntes Essen ist anders, da sie ständig auf den Tisch springen wollen und der Kellner mit einem Stock um den Tisch jagt, um dir die Katzen vom Leib zu halten. Da wir den Fisch nicht teilen, verrichtet eine Katze ihr großes Geschäft gleich neben unserem Tisch.💩🙈😂 

Zum Nachtisch bestellen wir gegrillte Bananen, aber Fehlanzeige…das sind gar keine Kokosraspeln und die sind ja gar nicht süß! Bananen, bissi Schokosauce und Käse???….unvorstellbare Kombi aber sie schmeckt!

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